Students in a fantasy classroom taking notes during a lecture titled TAROCK KURS 2026.

Starke und Schwache Spieler

Starke und Schwache Spieler

Wann ist man stark, bzw. wann ist man schwach? Das hat gar nichts mit dem Spielkönnen, dem vorhandenen Spielwitz oder -verständnis zu tun, sondern bezieht sich ausschließlich auf die Karten die man in der Hand hält.

Beginnen wir mit einem einfachen Rechenbeispiel und es wird sofort klar: Es wird ein Uhurufer angesagt, das bedeutet üblicherweise, dass der Ansager 7-8 Tarock in der Hand hält. Sagen wir in unserem Beispiel 8. Bleiben also noch 14 Tarock für die drei verbleibenden Spieler übrig. Hat man als Gegner 6 Tarock in der Hand, ist man ziemlich sicher der starke Gegner, denn es bleiben für die restlichen beiden ja nur noch gemeinsam 8 übrig, also jeweils 4. Die Rollen wären somit verteilt, der Gegner mit den 6 Tarock ist der Starke, der Gegner mit den 4 Tarock ist der Schwache.

Es kann natürlich auch so sein, dass der zweite Gegner 7 Tarock in der Hand hat und der Spieler-Partner nur einen. Das ist eher die Ausnahme, aber kommt vor! Dann glauben beide Gegner zurecht „stark“ zu sein und es kristallisiert sich im Zuge des Spiels heraus, wer sich „stark“ und wer sich „schwach spielt“.

Jemand der sich „stark spielt“, versucht mit den Tarock sparsam umzugehen um – in unserem Beispiel – am Spielende den Uhu zu stechen. Wer sich „schwach spielt“ versucht die Tarock rasch loszuwerden, um seinem Partner möglichst schnell hohe Karten zu schmieren, bzw. um mit geschicktem Farbenspiel dem Spieler die Tarock herauszulocken und den eigenen Partner zu schonen.

Auch wenn das vor allem anfangs vielleicht etwas kompliziert klingt, wenn man sich ein paar mal in einer solchen Situation befunden hat wird es schnell klar, was damit gemeint ist und was mit sich „stark spielen“ bzw. sich „schwach spielen“ gemeint ist. Kurze Analysen nach einem entsprechenden Spiel sind hierfür sehr hilfreich für das Spielverständnis und dürfen keinesfalls mit Besserwisserei oder Nörgelei verwechselt werden. Das Eine (kurze Analyse und der eine oder andere gut gemeinte Ratschlag) sollte stets willkommen sein, das Andere (ständiges Kommentieren und Besserwissen) wird weder geschätzt, noch macht es sonderlich beliebt. (siehe entsprechendes Kapitel in den Merksätzen)